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Die Ereignisse im November 1938

Gesprächskreis mit Professor Gerd Biegel (angefragt)

19. November 2019


Gemeindehaus St. Katharinen - 16.00 Uhr
An der Katharinenkirche 4, Braunschweig


Vom 12. bis 20. März 1938 erschien eine Artikelserie in der Braunschweiger Tageszeitung, dem NSDAP-Parteiblatt im Braunschweiger Land, mit dem Titel „700 Jahre Juden in Braunschweig“. Dies war nicht die erste antijüdische Kampagne. Sie war Ausdruck der antisemitischen Grundstimmung und Propaganda und heizte die Stimmung gegen die Juden weiter auf. Die erste Massenverhaftung von Juden im Braunschweiger Land fand am 28. Oktober im Rahmen der „Polenaktion“ statt: insgesamt 74 Bürger, davon 69 aus der Stadt Braunschweig und 11 Kinder unter 15 Jahren wurden verhaftet und mit einem Transport nach Neu-Bentschen an die polnische Grenze verbracht.

Am 8. November erschien in der Braunschweiger Lokalpresse ein Bericht über das Pariser Grynszpan-Attentat, der die nationalsozialistische Erzählung wiedergab. Am 9. November 1938 versammelten sich die Nationalsozialisten, vor allem SS und SA, auf dem „Franzschen Feld“ (auch SA-Feld genannt), einer NS-Weihestätte unterhalb des Nussberges, um dem Hitlerputsch von 1923 zu gedenken. Danach ging man zum Feiern in die Kneipen und Wirtshäuser der Stadt.