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Jud Süß – Geschichte(n) einer Figur - Zwischen Dichtung und Wahrheit

Gesprächskreis mit Miriam Hesse, Studienrätin

17. April 2018


Gemeindehaus St. Katharinen - 16.00 Uhr
An der Katharinenkirche 4, Braunschweig


Joseph Ben Issachar Süßkind Oppenheimer (kurz Joseph Süß Oppenheimer, auch diffamierend Jud Süß; geboren vermutlich Februar oder März 1698 in Heidelberg, Kurpfalz; gestorben am 4. Februar 1738 in Stuttgart, Herzogtum Württemberg) war Hoffaktor des Herzogs Karl Alexander von Württemberg. Nach dem Tod des Herzogs wurde Oppenheimer als Opfer eines Justizmordes aufgrund judenfeindlicher Anschuldigungen hingerichtet und sein Leichnam sechs Jahre lang in einem Käfig zur Schau gestellt.

Der württembergische Hoffaktor Joseph Süß Oppenheimer (1698/99-1738) ist eine der bedeutendsten und ambivalentesten Persönlichkeiten der deutsch-jüdischen Geschichte. Durch Veit Harlans Film „Jud Süß“ (1940) wurde die Figur in starkem Maße antisemitisch geprägt und für die nationalsozialistische Propaganda instrumentalisiert. Die Überlagerung von Fakten und Fiktionen begann bereits zu Lebzeiten Joseph Süß Oppenheimers und wurde in einer Vielzahl von Darstellungen fortgeführt. Neben der Tradierung antisemitischer Stereotype gab und gibt es immer auch den Versuch, die Rolle und das Handeln von »Jud Süß« mit einer positiven Lesart zu verbinden.

Miriam Hesse, Studienrätin, wird uns diese schillernde Persönlichkeit In all ihren Facetten versuchen näher zu bringen.